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Recruiting im ServiceCenter Geschäft verändert sich

Die Herausforderung der Personalknappheit in deutschen Call Centern ist kein Geheimnis. Laut einer Erhebung des Call Center Verbandes Deutschland waren im letzten Jahr über 20.000 Stellen unbesetzt.

„Um der Arbeitskräfte­knappheit entgegenzuwirken, sind alle Akteure der Branche aufgefordert, neue Konzepte zu entwickeln. Angesichts der demografischen Entwicklung heißt die Aufgabe heute Mitarbeiter zu gewinnen und sie langfristig zu binden“ meint CCV-Präsident Manfred Stockmann.

Quelle: TeleTalk

Gründe für die Personalknappheit in deutschen Service Centern

Die Gründe für die Personalknappheit und die hohe Fluktuation in Deutschen ServiceCentern sind zum einem das noch negative Image der Branche. Leider! Oftmals angeprangert werden vermeintlich unzulängliche Arbeitsbedingungen, Nichtbezahlung, zu viele Überstunden, die ebenfalls nicht bezahlt werden und die Gehälter an sich sind sowieso zu niedrig. Doch niemand nimmt sich die Zeit und differenziert unter den Call Center bzw. schaut genauer hin. In der Negativpresse werden immer alle über einen Kamm geschoren. Schwarze Schafe gibt es sicher überall, aber am anderen Ende stehen eine Reihe von Dienstleistern, die es durch das schlechte Image schwer haben, gutes Personal zu finden.

Social Recruiting – Rekrutierung 2.0

Somit benötigt die Branche frische Konzepte, die die Personalsuche wieder auf Erfolgskurs führen. Ein neues immer wichtiger werdendes Thema ist das Social Media Recruiting. Aber was steckt dahinter? Hier geht es nicht nur darum, online Stellenanzeigen zu platzieren. Die Sozialen Netzwerke können für alle Zwecke der Personalbeschaffung genutzt werden und sollen Suchkanäle im Printbereich und Online-Jobportale unterstützen und ergänzen. Social Recruiting ist bei vielen Unternehmen bereits ein fester Bestandteil des Personalbeschaffungsprozesses.

Folgendes Statement hat Andreas Buchelt, Geschäftsführer der Adecco Business Solutions GmbH in der TeleTalk zu diesem Thema gegeben:

„An den sozialen Netzwerken kommt heute keiner mehr vorbei, sie prägen das Erscheinungsbild großer Marken und Unternehmen. Social Networking im Web ist inzwischen den Kinderschuhen entwachsen und eine alltägliche Kommunikationsform geworden. Damit wird es zunehmend wichtiger für uns als Unternehmen auf den entsprechenden Plattformen präsent zu sein. Denn dort sind auch unsere Mitarbeiter, Bewerber, Interessenten und Kunden. Die Rekrutierung von Mitarbeitern über soziale Netzwerke, das Social Recruiting, ist ein zunehmend wichtiger Bestandteil der Rekrutierungsstrategie von Unternehmen. Er muss jedoch in einen ausgewogenen Mix mit traditionellen Formen der Rekrutierung eingebettet sein.“(…)

Quelle: TeleTalk, Ausgabe Oktober 2012

Social Recruiting in der Invitel Unternehmensgruppe

Diesem Statement können wir uns nur anschließen. Für ein erfolgreiches Social Recruiting sollte als erstes eine unternehmensspezifische Strategie inklusive Zielgruppenanalyse vorliegen. Danach richtet sich dann die Umsetzung des Social Recruiting.

Was sich zudem noch in der Zukunft in Hinsicht auf das Thema Social Recruiting verändern wird ist die aktive Suche. Immer mehr Personaler nutzen Plattformen wie XING und das damit verbundene Vernetzungsangebot und gehen aktiv auf Personen zu, um ihnen einen Job anzubieten. Das, was sonst fast ausschließlich Headhunter zu ihrer Spezialisierung gemacht haben, machen sich moderne HR-Manager zu gebrauch.

Auch die Invitel Unternehmensgruppe, bestehend aus Invitel und Simon & Focken, beschäftigt sich eingehend mit dem Thema innovatives Recruiting. Frau Langer, Leitung des Personals der Invitel Unternehmensgruppe, beantwortet im Interview einige Fragen dazu.

1.       Frau Langer, wie würden Sie die momentane Lage der Service Center bzgl. der Personalknappheit beschreiben? Wo liegen die Gründe?

Wir spüren schon jetzt sehr deutlich die Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschland, also dass junge Arbeitnehmer immer knapper werden. Diese Situation gepaart mit sinkender Arbeitslosigkeit führt jetzt schon dazu, dass sich viele Bewerber ihren Arbeitgeber aussuchen können. Das merken wir bereits überdeutlich am Standort Braunschweig, aber auch schon in Leipzig oder Magdeburg, den ‚neuen’ Callcenter Hochburgen, die nun nicht nur Mitbewerber um Aufträge, sondern zunehmend auch um Arbeitnehmer sind.

2.       Was macht die Invitel Unternehmensgruppe um innovativ bei der Personalsuche zu sein?

Wir sind im Rahmen des Aufbaus von Simon & Focken in Magdeburg bereits ganz andere Wege gegangen, um Bewerber zu finden. Als erstes sind wir damit gestartet, unseren Employer Brand, also unsere Marke als Arbeitgeber neu aufzustellen, mit der Kampagne ‚dabei sein.’. Diese Kampagne soll die Marke Simon & Focken in den nächsten Jahren begleiten und die Bekanntheit und den Wiedererkennungswert als guten Arbeitgeber fördern. Auf der anderen Seite ist die Kampagne mit unserem Slogan jetzt Teil der aktiven Mitarbeiterbewerbung: sie erscheint auf Plakaten und in Anzeigen, auf Postkarten, Bussen und Anzeigetafeln, bei Events, in Radiospots, es gibt Mitarbeiter T-Shirts und Flyer mit dem Slogan. Wir haben diesen Slogan auch mit einem Flieger über Magdeburg geschickt. Viele der Werbematerialien sind so gestaltet, dass sie breiter eingesetzt werden können, z.B. können wir das Banner auch über Braunschweig oder Leipzig fliegen lassen.

Dazu kommt die Aktion ‚Mitarbeiter werben Mitarbeiter’, die aus meiner Erfahrung eine der besten Aktivitäten ist, da eine persönliche Empfehlung eines Mitarbeiters nun einmal nicht zu toppen ist. Hier würde ich mir noch mehr Teilnahme durch die Mitarbeiter wünschen, letztendlich auch deswegen, da es zusätzlich zu einer attraktiven Prämie auch noch eine Reise nach Mallorca zu gewinnen gibt.

Weiterhin arbeiten wir strategisch und auch operativ mit den Arbeitsagenturen und den Jobcentern zusammen, um Mitarbeiter aus anderen Zielgruppen zu erreichen. Es gibt z.B. eine hohe Arbeitslosenquote bei Menschen +50 Jahre. Auch diese Zielgruppe möchten wir gerne ansprechen. Das bedeutet auf der anderen Seite, das wir bei Einstellung, Training und Betreuung der neuen Mitarbeiter auch neue Wege beschreiten müssen, denn diese Zielgruppe ist sehr motiviert, ihr fehlt aber an anderer Stelle manchmal einfach die Zeit anzukommen. Hier werden wir uns als Unternehmen anders aufstellen, mehr Betreuung und Training anbieten und natürlich auch die Akzeptanz der Menschen!

3.       Ist Social Media Recruiting für das Recruiting der Invitel Unternehmensgruppe ein Thema?

Ganz klar ist diese Form der Rekrutierung ein Thema für uns und gemeinsam entdecken wir gerade die Möglichkeiten dieser Medien. Wir freuen uns daher sehr, dass Frau Günschel, Marketing Manager S & F, uns dabei tatkräftig mit Ihrem Know How unterstützt.

4.      Welchen Trend sehen Sie in der Zukunft für die Personalsuche bei Call Centern?

Ich glaube für die Zukunft gilt es, uns als Unternehmen so attraktiv zu gestalten, dass Mitarbeiter gerne zu uns kommen. Und es gilt, jeden Mitarbeiter möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden, hier werden wir für die Zukunft weitere Konzepte und Ideen testen, um auch zukünftig für das Wachstum der Invitel Unternehmensgruppe die erforderliche Manpower an Mitarbeitern zu gewährleisten.

Es zeichnet sich ganz klar ab, wer sich im Service Center Bereich abgrenzen möchte, kann nicht nur auf altbewehrte Rekrutierungsmaßnahmen setzen. Es gehört viel mehr dazu. Die Netzwerke müssen weiter gespannt werden und auch Themen wie Employer Branding sollten nicht außer Acht gelassen werden.

 

Bildquelle: © Marco2811 – Fotolia.com

Über Uns

Die Invitel Unternehmensgruppe ist einer der führenden Anbieter für Prozess-Services in Deutschland. 15 Unternehmen in 3 Marken unter dem Dach der Invitel Unternehmensgruppe setzen je nach Aufgabenstellung individuelle Projekte für Unternehmenskunden im Netzwerk um.

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