Der Sales-Agent. Job im Realitätscheck.

Ärzte sind Halbgötter in weiß, Trainer sind verhinderte Leistungssportler, Köche sind beleibte Genussmenschen und Friseure immer schwul – Stereotype und vorurteilsbeladene Klischeevorstellungen von Berufsbildern gibt es viele. Und wie ist es beim telefonischen Verkaufsagenten, dem Sales-Agent? Noch vor ein paar Jahren wurden alle in einen Topf geworfen: mindestens halbkriminelle Halsabschneider, die versuchen, einem Eskimo den klassischen Kühlschrank zu verkaufen, zumindest aber ahnungslosen Mitmenschen das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Gott sei Dank hat sich dieses Bild bereits deutlich gewandelt. Es gibt nicht nur verschiedene Spezifikationen des Berufes am Headset, sondern es hat sich auch herumgesprochen, dass die schwarzen Schafe, denen die Branche ihren Ruf zu verdanken hat, die Bildfläche verlassen haben. Strenge Regulierung, TÜV-Zertifikate etc. haben dafür gesorgt, dass Seriosität und hohe Qualität zwei der Hauptargumente sind, mit welchen Dienstleister ihre Auftraggeber davon überzeugen, den Kundenservice an sie auszulagern. Dass zum Kundenservice auch der aktive Vertrieb gehört, ist für die Mitarbeiter der SALESkultur eine Selbstverständlichkeit: Kunden wissen es zu schätzen, wenn ihr Anbieter für die Dienstleistung XY mit vorteilhaften Angeboten, von denen sie profitieren, auf sie zukommt. Vorurteile gegen das telefonische Verkaufen gibt es aber noch immer. Die SALESkultur hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine neue Kultur des Verkaufens zu etablieren, welche den Kundennutzen im Verkauf in den Mittelpunkt stellt und die die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Auftraggebern sowie mit Endkunden fördert. Die Kultur selbst legt das Niveau fest, auf welchem Sales betrieben wird. Dies ist das Selbstverständnis der Marke.

Wie aber ist das Selbstverständnis der Menschen, welche der Marke tagtäglich Leben einhauchen und ihr eine Stimme bettina-jung_bloggeben, sie damit maßgeblich prägen? Bettina Jung ist eine dieser Stimmen. Sie ist seit fast vier Jahren in der Unternehmensgruppe, von Beginn an im Outbound. An und für sich gab es in ihrem Werdegang bis dato keine ausgewiesene Verkaufsaffinität, ein wenig Erfahrung hatte sie aber bereits, weil sie zuvor ein Jahr lang für ein anderes Unternehmen telefonisch Termine vereinbart hatte. Darum gab sich Betti einen Ruck und wischte anfängliche Bedenken weg, indem sie sich selbst sagte: „Probiere es aus, sonst kriegst du nie raus, ob es was für dich ist.“ Gemeint ist der telefonische Verkauf von Services und Produkten.
Über einen Personaldienstleister fand sie den Einstieg hier bei uns und wurde auch schnell unbefristet übernommen. Zunächst bedeutet dies, in Schulungen das entsprechende Handwerkszeug zu erlernen. Bettis Erfahrung nach sind diese Schulungen, die im Outbound oft weniger zeitintensiv ausfallen als beispielsweise im technischen Service im Inbound, sehr hilfreich und bereiten die Teilnehmer gut auf ihre künftige Aufgabe vor. Aber sie weiß auch, dass es auf noch mehr ankommt. Betti: „Jeder muss letztendlich seinen individuellen Stil und seine eigenen Worte nutzen im Gespräch mit dem Kunden. Sonst wirkt man nicht authentisch, sondern wie ein Roboter.“

 Im Bekanntenkreis wurde ihre Entscheidung nie in Frage gestellt. Sie sagt, klar, das Telefonieren liegt nicht jedem, aber wirklich negativ hat sich niemand geäußert. Allerdings – kaum einer fragt tatsächlich intensiv nach. Anders ist es manches Mal am Telefon. Da wurde sie schon durchaus einmal gefragt „Aber das ist doch hoffentlich keine Call Center?“  Ohne zögern kann sie dann nein sagen – sie fühlt sich stets als Servicekraft für den aktuellen Auftraggeber, der seinen Kunden etwas Gutes tun möchte.
Mit der Marke SALESkultur fühlt sie sich dennoch eng verbunden. Besonders schätzt sie es, in Geschäftsführer Oliver Jeß, Standortleiterin Christine Liebner aber auch der direkten Teamleitung greifbare Führungskräfte zu haben.  

Betti kann auch etwas zum Thema „Verkaufsdruck“ sagen, was ja einer der Punkte ist, welcher zu den häufigsten skeptischen Anmerkungen zum Job gehört: „Die Zielzahlen gibt es, klar, aber das wird durch die menschliche Komponente relativiert. So schlimm ist das alles nicht. Jeder gibt sich Mühe, erzwingen lässt sich aber auch nichts. Die Teamleiter sehen, dass es sehr gute Tage gibt, aber manchmal auch nicht so tolle. Ich habe es noch nicht erlebt, dass jemand so lange in einer schlechten Phase feststeckte, dass tatsächlich Konsequenzen hätten gezogen werden müssen. Um ehrlich zu sein, ist man sich ja letztlich oft nur selbst im Weg, wenn es mal nicht läuft. Sich von einem Misserfolg nicht abschrecken zu lassen, ist eines der Geheimnisse, würde ich sagen.“

Dazu kommt, dass in Bettis Projekt vor allem die Teamkennzahlen angeschaut werden. Das gleicht sich am Ende des Tages fast immer aus, man kann einander gegenseitig auffangen. Das ist gut für den Zusammenhalt unter den Kollegen. Auch die Unterstützung ist groß, man hilft sich untereinander mit Tipps und Tricks. Überhaupt passt es gut im Team.  Auch Reibereien wegen der Verteilung der Schichten gibt es so gut wie gar nicht. Da Betti aber ohnehin sehr gern die etwas schwieriger zu besetzende Spätschicht gern übernimmt, ist es noch leichter.
Die persönlichen Zahlenziele, die es daneben natürlich auch gibt, findet sie ebenfalls realistisch angesetzt. Ihrer Einschätzung nach hat das Thema Provision auch nur bedingt Auswirkung auf ihre eigene Motivation. „Dazu ist die Abhängigkeit vom Gegenüber am Telefon einfach auch zu hoch“, meint Betti und führt weiter aus: „Klar, keiner würde nein sagen, wenn es welche gäbe. Aber das ist ja auch immer Sache der Auftraggeber und nicht zwangsläufig von meinem Arbeitgeber, der das vielleicht gern würde.“

Ein Sache mag sie besonders an ihrem Job: „Es ist toll, ich komme mit Leuten in Kontakt und es ist sehr abwechslungsreich, weil sich die Projekte unterscheiden.“  Auch die restlichen Rahmenbedingungen passen gut und haben nicht viel mit den Vorurteilen zu tun, die sich zum Teil hartnäckig über Jahre gehalten haben. Sie haben viel Zeit für Gespräche, Betti berichtet von durchschnittlich fünf Minuten. Auch die berüchtigte Kaltakquise gibt es nicht, es werden nur Bestandskunden angerufen. „Wenn ein Angerufener aber sagt, er möchte das nicht, dann kommt er auch anstandslos von der Liste herunter. Das läuft absolut seriös“, erklärt Betti. Sie weiß auch, was sie jemandem raten würde, der jobtechnisch auf der Suche ist: „Probier es aus! Etwas ängstlich zu sein zu Beginn, ist ganz normal. Das geht weg, alle hier sind lieb und nett. Es ist aber auch Haltungssache. Wer von Beginn an darauf beharrt, ´das liegt mir nicht`, da wird es auch nichts werden.“

Wenn sie selbst doch mal ein eher unangenehmes Telefonat hatte, was tatsächlich viel seltener vorkommt, als manch ein Skeptiker vielleicht meint, dann hilft ihr, kurz rauszugehen und durchzuatmen. „Der nächste Kunde darf nicht merken, was eben passiert ist. Ich muss ihm völlig frisch und unvoreingenommen gegenüber treten können.“  Nur auf die regelmäßig im Mitarbeitergespräch auftauchende Frage, was sie sich an den Rahmenbedingungen anders wünschen würde, weiß Betti keine Antwort. „Ich fühle mich einfach rund herum wohl und komme gern zur Arbeit.“

Wir möchten gern noch dranbleiben und ein schärferes Bild des SALES-Agenten zeichnen. Denn so unterschiedlich wie die Menschen selbst sind auch die Herangehensweisen an diesen Job und die Motivationen. In der nächsten Ausgabe unseres Mitarbeitermagazines inside wird es ein Interview mit einer ganz anderen Kollegin zu lesen geben und in nicht allzu ferner Zukunft auch einen weiteren Blogbeitrag. Darum immer schön mitlesen! 🙂

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