Kunst, die verbindet

Bimg_2852ereits im vergangenen Jahr berichteten wir hier im Blog zu unserem Projekt mit Ute Eggeling und dem Vorhaben, unsere Standorte über das Thema Kunst nicht nur zu verschönern, sondern auch zu verbinden. Nun ist genau diese Herzensangelegenheit zum Abschluss gekommen. Zeit, einmal mit der Künstlerin Ute Eggeling, dem verantwortlichen Galeristen Olaf Jäschke und unserem Geschäftsführer Burkhard Rieck eine erste, persönliche Bilanz zu ziehen.

Das Interview führte Juliane Mayer, Bereichsleitung Unternehmenskommunikation.

Zeit für ein erstes Fazit: Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Burkhard Rieck: Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freuen uns bereits über die ersten Reaktionen der Mitarbeiter.
Olaf Jäschke: Ich freue mich sehr über das Ergebnis der Zusammenarbeit und kann Ihnen sagen, dass wir bereits verschiedene Projekte zusammen mit Unternehmen umgesetzt haben. Eine derartige Intensität und entsprechend hohen Anspruch haben wir in der Form aber auch zum ersten Mal so erlebt. Es bereitet mir viel Freude nun zu sehen, wie die Werke an den Standorten aufgenommen werden.

Wie waren bislang die Reaktionen der Mitarbeiter?

Burkhard Rieck: Gleich zu Beginn durfte ich mich über positive Reaktionen freuen: dsc03338Auf den Fluren unserer Standorte, in den sozialen Medien, aber auch über Feedback, welches nach wie vor direkt an mich herangetragen wird. Klar ist für mich aber auch, dass wir dieses Projekt im Hinblick auf langfristig angelegte Ziele gestartet haben. Ich sehe es als einen von vielen Bausteinen für den Wohlfühlfaktor unserer Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz – dem Ort, an dem sie einen Großteil ihres Alltages verbringen. Ich wünsche mir eine nachhaltige Wirkung. Und sehe das eingesetzte Budget, welches in turbulenten Zeiten mehr wehtut, als in anderen Jahren, als lohnende Investition in uns als Arbeitgeber. Auch für weitere Standorte und Karten für unsere Mitarbeiter etc. soll dieses Projekt genutzt werden. Wir haben noch viele Ideen.
Olaf Jäschke: Ich habe auch direkt bei den Aufhängearbeiten beobachten können, wie sich Mitarbeiter austauschten und diskutieren, um welche Standorte es sich bei einigen Bildern handeln könnte. Eine tolle Anregung für Pausengespräche. Da kommen Erinnerungen, Gemeinsamkeiten und vieles mehr auf.

Wie viele Werke sind es insgesamt geworden und nach welchem Konzept wurden diese an den Standorten verteilt?

Olaf Jäschke: Insgesamt haben wir 375 Bilder auf die Standorte verteilt. Das ist schon eine beachtliche Anzahl. Die Räumlichkeiten der verschiedenen Standorte und Büros sind ja doch recht unterschiedlich, so dass wir jedes Mal aufs Neue die Raumstruktur erfassen mussten und individuelle Lösungen gefunden haben. Das Schöne war, dass uns auch die Mitarbeiter vor Ort tatkräftig unterstützt haben und auch mitbestimmt haben, welches Bild wo hängen könnte. Mitunter musste ich mir auch manche Räume „freikämpfen“ *lach*. Die Servicecenter sind häufig mit zahlreichen Teamplakaten und Informationen rund um Projekte und Auftraggeber schon sehr voll gehangen. Die Bilder benötigen natürlich einen entsprechenden (Frei)Raum, um auch wirken zu können. So mussten wir, aber auch die Mitarbeiter vor Ort, den einen oder anderen Kompromiss schließen. Ich denke aber, es hat sich gelohnt.

So konnten sich die Mitarbeiter auch ein wenig mit in das Projekt einbringen?

Olaf Jäschke: Ja genau, das war toll zu sehen. Einige Mitarbeiter haben die Bilder auf dem Boden stehend gesehen und sich gleich ihren Liebling „geschnappt“ und das Bild für ihren Raum beansprucht. Das hat mich gefreut.

Kunst und die Wunschvorstellungen eines Auftraggeber zusammenbringen, das ist gar nicht so einfach oder?!

dsc03367Ute Eggeling: Ja, das ist mitunter schwierig. Der Einstieg dauert für mich bei Auftragsarbeiten meist etwas länger, als wenn ich ein eigenes Projekt verfolge. Da kommt man etwas langsamer in einen Fluss. Ich will mich natürlich auch immer selbst in meinen Werken wiederfinden.  
Es gab im Laufe des Projektes für mich Höhen und Tiefen. Das ist nichts Ungewöhnliches. Im Falle der Invitel Unternehmensgruppe sah ich mich mit wechselnden Situationen konfrontiert: Logorelaunch, eine neue Marke SALESkultur und weitere Entwicklungen. Bei Ihnen war in dieser Zeit ganz schön viel los. Da musste ich als Außenstehende erst einmal hinterherkommen *lach*. Hinzu kommt, dass das Rot der Marke Simon & Focken auf Bildern, wie ich sie erstelle, sehr dominant wirkt. Da gilt es, eine gute Mischung zu finden.
Ich bin an jeden der deutschen Standorte gereist und habe Aufnahmen der Städte gemacht. Diese Reisen waren der besonders schöne Teil an der Auftragsarbeit.

Wie lang hat der gesamte Prozess gedauert?

Olaf Jäschke: Die ersten Gespräche zur Idee fanden im August 2015 statt. Im September 2016 haben wir dann begonnen die Bilder an den Standorten anzubringen.
Ute Eggeling: Ja, genau, circa ein Jahr habe ich, mit kleineren Pausen, ausschließlich an diesen Werken gearbeitet.

Im Laufe der Zusammenarbeit stand auch einmal im Raum, die Bilder mit Worten und Sprichworten zu versehen. Warum haben Sie sich dagegen entschieden?

Ute Eggeling: Die Werke sollten reduzierter und zeitloser wirken, als dies mit zusätzlichen Wörtern und Sprichwörtern möglich gewesen wäre. Ich möchte das „Außen“ der verschiedenen Standorte „nach innen“ holen und dem Betrachter mehr Raum für eigene Interpretation lassen. Da hätten zusätzliche Schriftelemente nur abgelenkt. Ich habe mit einigen Rastern gearbeitet, welche den Werken eine Textur und mehr Tiefe durch die verschiedenen Ebenen verleihen sollen. Dennoch sollen die Bilder eine gewisse Ruhe ausstrahlen. Ich hoffe, die Betrachter können immer wieder neue Teile und Elemente entdecken und behalten sich so ein wenig die Spannung und die Freude an den Werken.

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Und wie sehen das unsere Kollegen so? Wir haben es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, einen unserer Kollegen einmal auf die Kunstwerke anzusprechen. Gerd Weidenbruch aus  der Betriebswirtschaft, zuständig für die operative Liquiditätsplanung, ist sehr angetan von den Bildern. In seinen Augen sind die Werke eine große Bereicherung der Räumlichkeiten der einzelnen Unternehmen. Aus naheliegenden Gründen hat es ihm eines ganz besonders angetan, nämlich die XL-Variante (eines der Masterbilder), der Leipziger Impressionen.g-weidenbruchjpg Naheliegend deshalb, weil das Bild direkt gegenüber vom Drucker angebracht ist und er dort recht häufig steht und wartet – kleine, geschenkte Momente für Muße. Besonders gut gefällt ihm, dass die Wahl bei der Motivsuche auf jene Sehenswürdigkeiten fiel, die dem jeweiligen Standort seine unverwechselbare Atmosphäre verleihen. Das Vertraute in einem Kunstwerk zu entdecken, stellt für ihn einen ganz besonderen Reiz dar. Gleichzeitig wird ihm beim Betrachten auch bewusst, dass man selbst in seiner Arbeitsumgebung ebenso eine Art Mosaikstein und damit Teil des Standortes ist. Die Transparenz, die fließenden Übergänge und das Wiedererkennen lassen damit das Bild zu ihm sprechen.
Gerd Weidenbruch bedankt sich bei der Künstlerin und bei Geschäftsführer Herrn Rieck für die Bilder, denn er meint: „Sie sind im Rahmen von komplexen Arbeitsprozessen für das Auge eine kräfteschöpfende Oase.“

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